Nachrichtensteuerung
Wie vorher bereits erwähnt, sind WINDOWS Programme in der Regel
nachrichtengesteuerte Programme. Doch was heißt das?
Sehen wir uns zunächst den Ablauf eines 'normalen' Programms an, so wie Sie
ihn vermutlich kennen. 'Normale' Programme, wie z.B. DOS Programme oder aber
auch Konsolen-Programme unter WINDOWS, sind sequentielle Programme. Ein
sequentielles Programm durchläuft, unter Beachtung von eventuellen
Verzweigungen, eine genau vorgegebene Reihenfolge von Programmanweisungen. Schon
beim Erstellen des Programms wird festgelegt, in welcher Reihenfolge
eintreffende Ereignisse durch das Programm verarbeitet werden. Trifft ein
Ereignis ein das im Augenblick nicht abgefragt wird, so geht dieses entweder
verloren oder aber es bleibt solange unbearbeitet, bis das Programm das Ereignis
abfragt.
Wenn Sie jetzt das nachfolgende Bild anklicken erhalten Sie einen Ablaufplan
eines sequentiellen Programms.

Ein nachrichtengesteuertes Programm hingegen springt nach seiner
Initialisierung zunächst ins Betriebssystem. Während dieser Phase ist das
Programm inaktiv (benötigt keine CPU-Zeit) und gibt die Kontrolle über die CPU
an eine andere Anwendung ab. Tritt dann irgendwann ein Ereignis ein, und zwar
ganz egal welches, wird vom Betriebssystem eine Nachricht an das Programm
gesandt die ihm mitteilt, welches Ereignis eingetroffen ist. Das Programm
verarbeitet das Ereignis und kehrt danach, wenn notwendig, wieder ins
Betriebssystem zurück. Die Reihenfolge in der die eintreffenden Ereignisse
bearbeitet werden müssen ist hier nicht von vornherein festgelegt,
Wenn Sie jetzt das nachfolgende Bild anklicken erhalten Sie
einen Ablaufplan eines nachrichtengesteuerten Programms.

Was Nachrichten letztendlich sind und welche es gibt, wie sie
empfangen und versandt werden, das ist Thema der restlichen Lektionen in diesem
Kapitel. Am Schluss dieses Kapitels werden wir uns mit Hilfe eines Tools den
Nachrichtenverkehr einer Anwendung einmal kurz ansehen.
Doch weiter geht es nun mit dem Aufbau einer Nachricht.
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